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Bereits 2012 hatten Elektromobile Reichweiten, die zwischen 50 Kilometer (Winterreichweite Twizy) und 500 Kilometer (Tesla Model S unter optimalen Bedingungen) lagen. Dass die Reichweite stark vom Fahrverhalten des Fahrers abhängig ist, gehört zum Allgemeinwissen. Man muss sich nur einmal auf der Webseite „www.spritmonitor.de“ die unterschiedlichen Verbräuche anschauen, die Fahrer mit ein und denselben Fahrzeugtypen erzielen. 100 Kilometer Fahrstrecke mit einem vollgeladenen Akku konnten realistisch betrachtet alle 2012 auf dem Markt befindlichen Elektrofahrzeuge erreichen. Die Reichweiten unter Zugrundelegung der NEFZ-Verbräuche lagen deutlich höher. Aber das liegen Sie bei Verbrennern ebenfalls und dort zeigt die Realität dann auch andere Ergebnisse.

Prinzipiell konnten also alle angebotenen BEVs das Fahrprofil unseres Zweitwagens locker bewältigen selbst unter ungünstigsten Bedingungen bei Eiseskälte. Theoretisch, denn eigene Erfahrungen hatten wir ja nicht. Die o.g. Webseite „Spritmonitor“ gab keinen Hinweis, da BEVs kaum vorhanden waren und die Eintragungen keine Rückschlüsse auf Einzelstrecken zuließen, da die Verbrauchsangaben meist nur einmal monatlich als Zusammenfassung eingetragen waren.

Also bestand ein vermeintliches Restrisiko beim Kauf wegen der von uns erzielbaren Reichweite, die nach Möglichkeit 60 Kilometer nicht unterschreiten durfte. Auch alle Testberichte in den einschlägigen Autofachzeitschriften zur Folge war das eine Untergrenze, die alle BEVs locker erreichen konnten.

Wir entschieden uns dann für den Kauf eines Smart ed. Das war das preiswerteste Elektroneufahrzeug, das es zu diesem Zeitpunkt gab und unsere Mindestanforderungen erfüllte. Der Twizy kam konzeptbedingt nicht in Frage. Die anderen BEV kosteten mehr auch wenn der Mehrpreis zum Beispiel eines ZOEs durchaus auch deutlich mehr Gegenwert bot. Der Platz für zwei Personen war ausreichend, denn wir hatten ja noch den BMW für den Mehrpersonentransport. Und der Stauraum war verglichen mit dem Suzuki Swift überraschend groß, wenn man einmal davon absieht, dass beim Suzuki die Rückbank umgelegt werden kann.

Der Smart ed sollte eine NEFZ Reichweite von 145 Kilometer haben. Also gab es reichlich Reserven zu der von uns benötigten Tagesmaximalstrecke. Die berüchtigte Reichweitenangst gab es also nicht. Und wie sieht es mit dem Laden aus?