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Kann denn ein BEV überhaupt mein Fahrprofil abdecken? Wie viele Kilometer fahren wir im Jahr? Wohin fahren wir eigentlich? Und wie bewegen wir unser Fahrzeug? Diese Fragen habe ich mir zunächst gestellt und nicht nur in Bezug auf den Smart, also den Zweitwagen,  sondern allgemein bezogen auf alle Strecken, die wir in einem Jahr so zurücklegt haben.

Die Frage nach der Gesamtfahrleistung pro Jahr war. Da kamen mit zwei Fahrzeugen 22.000 Kilometer zusammen. 6.000 Kilometer entfielen auf den Suzuki, 16.000 auf den BMW. Der BMW brachte es somit ziemlich genau auf die statistischen 40 Kilometer, die Otto Normalmotorist täglich mit dem Auto auf der Straße verbringt.

Der Suzuki wurde ausschließlich in der Stadt bewegt und für Kurztrips zu Freunden und Familie im näheren Umkreis. Der BMW diente als Transportmittel zu meiner Arbeitsstelle, für Urlaubsfahrten und für Verwandtenbesuche in weiter entfernt liegenden Gefilden. Beim Nachdenken über die einzelnen Entfernungen zu unseren Zielen stellte sich dann schnell heraus, dass der überwiegende Teil lediglich maximal 60 Kilometer für Hin- und Rückfahrt in Anspruch nahm. Nur die Fernstrecken für Urlaub und Verwandtenbesuche  in anderen Klimazonen lagen zwischen 170 und 800 Kilometer. Und wie oft fuhren wir diese Langstrecken? Fünf Mal pro Jahr mit unterschiedlich langen  Aufenthalten am Reiseziel. Tagesbesuche ins Emsland brachten es auf eine Gesamtfahrtstrecke von 350 Kilometer. Mehrtägige Aufenthalte in Thüringen zum Beispiel bedeuteten bereits eine Fahrtstrecke von rund 900 Kilometer nur für einen Teil. Da meine Frau das Rasen nicht so sehr liebt, haben wir auch die Fernstrecken in einem für BMW-Verhältnisse eher moderaten Tempo von nicht mehr als 120 km/h zurückgelegt.

Mein nun dank Vorruhestand nicht mehr erforderlicher Arbeitsweg von 22 Kilometer für eine Strecke über die A40 gingen ohnehin nur mit Tempo 100 und in der Stadt ist bekanntermaßen 50 km/h das Limit.

Der Arbeitsweg meiner Frau beträgt 7 Kilometer für die einfache Strecke und wurde von meiner Frau auch selbst bei kälteren Temperaturen oft mit dem Fahrrad bewältigt.

Der weiteste Fahrweg zu Freunden beträgt für eine Fahrtstrecke 30 Kilometer.

Jetzt wusste ich also, was wir über ein Jahr betrachtet an Strecken zurücklegen. Die Urlaubsfahrt(en) habe ich bewusst in den Überlegungen zunächst außen vor gelassen. Dieses „Problem“ bedarf einer gesonderten Betrachtung. Was aber kann ein rein elektrisch betriebenes Auto nun für uns im Alltag leisten? Was kann es überhaupt und was eher nicht?